Über Bulgarien
-Lage: Bulgarien befindet sich in Südosteuropa, im Nordosten der Balkanhalbinsel. Bulgarien ist ein europäischer-, ein Balkan-, ein Donauanrainer- und ein Schwarzmeeranrainerstaat. Bedingt durch seine geografische Lage liegt das Land am Kreuzweg zwischen Europa, Asien und Afrika. -Amtssprache: Bulgarisch -Hauptstadt: Sofia -Staatsform: parlamentarische Republik -Natur...
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Auf den Spuren der Thraker
 
Auf den Spuren der Thraker

Die Grenze THRAKIENS erstreckt sich nach Norden bis zur heutigen Grenze Rumäniens, nach Osten bis zu den Dardanellen und dem Bosphorus (Türkei), nach Süden zwischen Thessaloniki und Kavala (Griechenland), nach Westen zu der heutigen Ungarischen- und Makedonischen Grenze. Heute liegt 78 % thrakisches Landes in Bulgarien. Die ersten Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Bulgariens reichen 7.000 Jahre in die Geschichte zurück. Die Pracht der geheimnisvollen Kultur dieses alten Volkes offenbarte sich uns erst nach Jahrtausenden wieder. Die aus der Erde geborgenen thrakischen Goldschätze verblüfften unsere Zeitgenossen und wiesen einer grossen Zivilisation den ihr in der Geschichte der Menschheit gebührenden Platz zu. Die Thraker betrieben in der Hauptsache Viehzucht. Berühmt waren ihre Pferde. Sie verehrten die Naturkräfte, denen sie menschliche Gestalt verliehen. Sehr verbreitet war der Kult des Thrakischen Reiters, des Gottes Heros. Die Thraker waren von einem Weiterleben nach dem Tode überzeugt. Für ihre verstorbenen Könige und Heerführer legten sie Hügelgräber an.


1 Tag Ankunft am Flughafen Sofia. Begrüssung von qualifizierter Reiseleitung in deutscher Sprache und Transfer zum 4-sternigen Hotel. Erste Begegnung mit der Hauptstadt von Bulgarien. Sofia ist fast von allen Seiten von Bergen umgeben und mit seiner Höhenlage von 550 m über d.M. zweifellos die höchstgelegenste Hauptstadt Europas. Das Zentrum der Stadt ist heute eine bunte Mischung aus historischen Denkmälern, Märkten und modernem Leben. Ein Bummel durch das Stadtzentrum führt zu Spuren von Thrakern, Griechen, Römern, Goten, Byzantienern, Osmanen und Bulgaren. Besuch der Rotunde des Heiligen Georg, aus dem 4.Jh.n.Chr., die das älteste, vollständig erhaltene Baudenkmal in Sofia ist. Die Deckenmalereien im Inneren stammen aus dem 10. bis 14. Jahrhundert. Neben der Kirche sieht man die Überreste eines alten Bades. Danach wird man die Alexander Nevski Kathedrale besuchen. Diese 60 Meter hohe Kathedrale mit 12 goldenen Kuppeln gilt als eine der schönsten des Balkans. Fertig wurde sie erst 1922 und für den Bau brauchte man etwa 40 Jahre. Die Äußerseite ist von harmonisch gradierten vergoldeten Kuppeln und Bögen geformt. Die innere Verzierung bewundert mit der Pracht des Materials brasilianischer Onyx, italienischer Marmor und afrikanische Alabaster.
Anschliessend Abendessen in einem rustikalen Restaurant in Zentrum der Stadt Spezialitäten aus der bulgarischen Küche. Übernachtung.

2 Tag Nach dem Frühstück Abfahrt nach Veliko Tarnovo, der Hauptstadt des zweiten Bulgarenreiches von 1187 bis 1393, heute Stadt der Maler und Kunsthandwerker. Zimmerbezug. Besichtigung des Zarenpalastes auf dem ZarevezHügel mit Balduin-Turm, der Patriarchenkirche Mariae Himmelfahrt und Bummel durch die Handelsstraße Samovodska Tscharschia mit ihren verschiedenen Werkstätten. Abfahrt nach nahligendem Dorf Arbanassi. Arbanassi ist ein Architekturreservat und ist in der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eingetragen. Die Häuser sind mit Schmiedeeisen beschlagene Tore in den Steinmauern, die in die weiten Höfen mit Gras und Wiesenstorchschnabel führen. Von aussen sehen die Häuser wie richtige Festungen aus mit den hohen Zäunen, den massiven Steinsockeln, den Verstecken und geheimen Ausgängen. Besuch der Christi Geburt Kirche. Abendessen in einem gemütlichen Restaurant in Arbanassi. Übernachtung im guten Mittelklassehotel in Veliko Tarnovo.

3 Tag Frühstück. Am Vormittag Abfahrt zum Dorf Svestari, in dem unter einem Hügel ein thrakisches Grab aus dem 3. Jh. v. Chr. gefunden wurde. Das Grab, vermutlich das eines thrakischen Herrschers, gehört zu der thrakischen Kultstätte Sborjanovo. Besichtigung der Anlage und Weiterfahrt nach Trjavna. An beiden Ufern eines schäumenden Flusses, an den Nordhängen des Balkangebirges ist das kleine Städtchen Trjavna malerisch gelegen. Die Trjavnär Strassen, die buckligen steinernen Brücken, die Häuser, Kirchen, der Platz mit dem Uhrturm bewahren den Geist und das einmalige Talent der Künstler der Trjavnär Malschule. Heute lebt Trjavna mit seinem Antlitz aus der Wiedergeburtszeit weiter zweistöckige Erkerhäuser mit unbedeckten Terrassen, Ajour-Vordächer, bedeckt mit schweren Steinplatten, Häuser mit buschigen Buchsbäumen. Hier ist auch der Übergang von der bäuerlichen zur städtischen Lebensweise besonders ausgeprägt. Abendessen und Übernachtung in gutem 3+-sternigen Hotel.

4 Tag Nach dem Frühstück Besuch des Daskalova Hauses - eine Verkörperung der Trjavnär Traditionen. Abfahrt nach Kazanlak Hauptstadt des Rosentals und Thrakischen Herrschern. Das Grabmal von Kazanlak ist einzigartiges Denkmal der thrakischen Kunst. Vermutlich wurde ihm im 4. Jh.v.Chr. ein angesehener, uns aber unbekannter thrakischer Fürst bestattet. Das Grabmal besteht aus einem Vorraum, einem Gang und der von einer Kuppel überdachten Grabkammer. Die Malereien an den Wänden, der Decke des Ganges und der Kuppel sind von aussergewöhnlicher Schönheit. Das Grabmal steht unter dem Schutz der UNESCO. Abendessen und Übernachtung im guten 3-sternigen Hotel in Kazanlak.

5 Tag Frühstück. Abfahrt südlicher Richtung nach dem Thrakischen Tempel Perperikon in Ostrhodopen. Das Heiligtum befindet sich auf einem Felsengipfel /470 m u. M./ und 15 km von der Stadt Kardjali entfernt. Daneben fliesst der goldhaftige Perperikischka Fluss. Der Tempel list vermutlicherweise auch Heiligtum von Dioniss /Thrakischer Gott der Erde/. Hier sind im Jahre 2002 auch heilige Holzteilchen vom Jesus-Kreuz entdeckt, welche momentan im Museum von der Stadt Kardjali zu sehen sind. Besichtigung des Kultkomplexes und Weiterfahrt nach Kardjali. Besuch des reichen Historischen Museums in der Stadt. Das Museum hat ca. 27 000 Exponate, unter welche viele aus der thrakischen Zeit. Abendessen und Übernachtung in gutem 3-sternigen Hotel in der Stadt.

6 Tag Frühstück. Abfahrt durch die malerischen Rhodopen nach Plovdiv. Die Rhodopen sind wie ein Meer aus ineinander greifenden dunkelgrünen Höhenzügen. Wenn Sie für einen Augenblick das schöne Panorama bewundern und die kristallreine Luft einatmen, werden Sie sich für immer in die zauberhaften Rhodopen verlieben. Besuch einer privaten Weinkellerei in Dorf Brestovitsa, wo man auslesene Weine aus der Region zu geniessen sind. Am Nachmittag erreicht man die Stadt Plovdiv. Bulgariens zweitgröste Stadt liegt in der fruchtbaren Thrakischen Ebene, an dennen vorbei die Mariza ruhig fliesst. Es ist besonders interessant die auf drei Hügeln gelegene Altstadt, die jetzt unter Denkmalschutz steht. Zu beiden Seiten der schmalen, mit Steinplatten gepflasterten Gassen stehen alte Häuser mit bemalten Fassaden, Erkern, jochförmig geschwungenen Vordächern, massiven, mit grossen Nägeln beschlagenen Holztüren. Das antike Römische Amphitheater aus dem 2.Jhr. v.Chr., ist heute eine Bühne für Oper und Theater. Abendessen in einem rustikalen Restaurant in der Altstadt Spezialitäten aus der bulgarischen Küche. Übernachtung in gutem 4-sternigen Hotel.

7 Tag Frühstück. Abfahrt nach Rila Kloster. Das grösste und schönste bulgarische Kloster liegt tief in den Falten des Rilagebirges. Das Rila Kloster wurde im 10. Jahrhundert von dem bulgarischen Mönch Ivan Rilski gegründet, den die bulgarische Kirche später heiligsprach. Im 13 14 Jahrhundert wurde das Kloster weiter ausgebaut. Es gilt als wichtigste heilige Stätte Bulgariens und gehört seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besichtigung der Anlage mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, Chreljo-Turm, Klosterkirche und Klostermuseum. Weiterfahrt nach Sofia. Eine Spitze der Reise ist der Besuch des National-Historischen Museums. Das Museum besitzt eine umfangreiche Sammlung von goldenen thrakischen Schätzen und zeigt die bulgarische Geschichte von den prähistorischen Ursprüngen bis in die Gegenwart. Das Museum erfasst die gesamte Zeitspanne von der urgeschichtlichen Epoche bis zur Gegenwart. Zu sehen sind unter anderem der Gold- und Silberschatz von Panagjurischte, keramische und archäologische Funde. Am Abend Folklorabendessen in einem typischen Restaurant. Übernachtung in gutem 4-sternigen Hotel.

8 Tag Transfer zum Flughafen Sofia. Heimflug.