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Bulgarische Klöster
Als der Mönchstum zu geistigen Elite der neuen christlichen Welt aufstieg, entstanden in den späteren bulgarischen Gebieten auch die erste Klöster. Schriftliche Zeugnisse und ärcheologische Funde aus dem 4. - 5. Jahrhundert belegen, dass in den Gebieten in denen sich die Protobulgaren ansiedelten, einige Duzend Klöster existierten. Die Klöster und Kirchen stellen einen unschätzbaren Reichtum für das bulgarische Volk dar. In diesen Festen des Bulgarentums sind großartige Denkmäler der Architektur und der bildende Künste erhalten. Die Klöster - im Grunde Ausbildungs- und Kunstzentren - spilten eine wichtige Rolle bei der Bewahrung des nationalen Geistes und der Kultur.
Eine Begegnung mit den Wurzeln des bulgarischen Geistes :
Das Kloster Trojan ist vor allem der Werke Zacharie Zographs wegen bekannt, der die 1835 gebaute Kathedrale /7 km von Trojan entfernt/, ein Musterbeispiel für das Eindringen der Weltanschauung des Volks, innen und außen bemalte, eine für die damalige Zeit seltene Praxis. Eine Chronik bestätigt die Gründung des Klosters im Jahre 1600, doch aus dieser Zeit ist nur der Altarstein der Kirche erhalten geblieben. Zum Glück sind die meisten der bedeutenden Werke der alten Kunst und der Widergeburtszeit erhalten geblieben. Ein Meisterwerk der Holzschnitzerei ist die 1839 angefertigte Altarwand der Hauptkirche. Von der zahlreichen Handschriften und gedruckten alten Büchern ist eine Predigtensammlung, der sog. Damaskin von Trojan, aus dem 17. Jahrhundert besonders wertvoll. Berühmt war auch die Druckwerkstatt des Klosters, in der graphische Blätter von hoher Qualität, darunter auch viele Landschaften, hergestellt wurden.
Das Drjanovski Kloster - die Geschichte dieses Klosters weist viele dramatische Ereignisse auf. Es wurde im 13. Jh. gegruendet, mehrmals zerstört und im 16. oder 17. Jh. wiederaufgebaut. Seine jetzige Gestalt hat es seit 1878. 1876 fanden in seinen Mauern 200 bulgarische Auständische Zuflucht die den Osmanen heroischen Widerstand leisteten. Die schöne Umgebung und die nahe Batscho-Kiro-Höhle, in der Spuren von Höhlenmenschen aus der Zeit vor 100 000 Jahre gefunden wurden.
Das Kloster in Batschkovo steht in einer schönen Gegend an der Asseniza /29 km südlich von Plovdiv/ und ist das zweite nach dem Rilakloster nicht nur wegen seiner Grosse sondern auch seiner Bedeutung, für die Architektur, die Kunst und das geistige Leben des Landes. Es wurde von dem Georgier Grigori Bakuriani im Jahre 1083 gegründet, der in einem besonderen Statut gebot, dass es sich selbst verwalten und höchstens von 50 georgischen Mönchen bewohnt werden sollte. Von der ersten Eroberungswelle verschont geblieben, wurde das Kloster Batschkovo zum Gefägnis des Patriarchen Eftimij, der dort sein gelehrtes Werk fortsetzte. 1601 wurden das große Refektorium und 1604 die Hauptkirche Uspenie Bogoroditschno /Entschlafen der Gottesmutter/ gebaut. Ein interessanter Beweis für das kulturelle Niveau der Klostergemeinschaft sind die Wandmalereien im Refektorium, in dem die stehenden Figuren der alten Philosophen Aristoteles, Aristophanes, Diogenes, Sophokles und dazu David zu sehen sind. Dank den erhaltenen Wandmalereien, den alten Ikonen aus verschiedenen Perioden, den alten gedruckten Büchern mit kunstvollen Beschlägen und dem zahlreichen Kirchengerät ist das Kloster Batschkovo eine der reichsten Galerien der alten bulgarischen Kunst.
Rojen Kloster
Gegründet wurde das Kloster im 13. Jahrhundert von dem Despoten Slav, nachdem er Melnik zu seiner neuen Hauptstadt gewählt hatte. Im 14. Jahrhundert gab es hier eine so erfolgreiche kalligraphische Schule, dass 1674 ein hier entstandenes Manuskript mit 117 farbigen Miniaturen für würdig befunden wurde, in die Grabeskirche nach Jerusalem zu gelangen. Das heutige Gebaute stammt aus dem 16. Jahrhundert. Bemerkenswert sind die Wandmalereien und die geschnitzten Altarwände und Lesepulte und die Ikonen in der Kirche. Die meisten Malereien entstanden zwischen 1597 und 1732. In der Kapelle 'Sveti Besrebrenizi Kosma i Damian' ist die wundertätige Ikone der heiligen Gottesmutter zu sehen. Sie ist eine Kopie aus dem georgischen Kloster 'Sveta gora'.
Rila Kloster
Das Kloster wurde im 10. Jahrhundert von dem bulgarischen Mönch Ivan Rilski gegründet, den die bulgarische Kirche später heiligsprach. Im 13-14 Jh. wurde das Kloster weiter ausgebaut. Aus dieser Zeit stammen der Wehrturm /1334/, der Bischofstühl, die mit Holzschnitzerei verzierten Türen, sowie einige Handschriften, Ikonen und Kirchengeräte.
Die Hauptkirche Sveta Bogorodiza /Hl. Gottesmutter/ wurde von 1834 bis 1837 an der Stelle der ein Jahr zuvor ausgebrannten Kirche errichtet. Sie ist eine Kombination der alten dreischiffigen Basilika mit der Kreuzkuppelkirche von Berge Athos und der italienischen Kuppelkirche. Sehr beeindruckend ist die Innenausstattung. Die zwischen 1840 und 1848 geschaffenen Wandmalereien sind das Werk der besten Meister dieser Zeit. |
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Bulgarische Klöster
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