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Folkore
Die Folklorbräche und –feste sind ein untrennbarer Teil der bulgarischen geistlichen Kultur. In ihnen verflechten sich heidnische Glauben und christliche Traditionen. Wie kein anderes Land verfügt Bulgarien über einen Reichtum an Folklore-Stilen, ob bei Tanz, Musik oder Gesang, die von Region zu Region große Unterschiede aufweisen. Die herzzerreißenden Klagelieder von der Thrakischen Ebene kontrastieren sehr stark mit den lieblichen und reinen Melodien vom Nordosten. Auch die traditionellen Volkstänze, entweder Folk- oder Ritualtänze, unterscheiden sich von einer Region zur anderen, zum Beispiel die langsamen, bodenstämmigen Tänze der Dobrudscha im Nordosten von den leichten, beschwingten Bewegungen der Bewohner rings um Sofia, den Schopen.
Viele bulgarischen Dörfer haben ihre Traditionen und authetntischen Geist bewahrt. Ihre Türe sind offen für jeden, der auch die geschmacksvolle bulgarische Küche und bulgarische Traditionen kennen will.
- Das Fest von Trifon Zarezan ist mit den Traditionen im Weinanbau noch aus der Zeit der Thraker verbunden. An diesem Tag werden die Weinstöcke geschnitten.
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- Die Kukeri Spiele finden im Februar statt. Sie werden von maskierten Männer vorgeführt, die mit viel Lärm, spezifischen Bewegungen, schrecklichen Masken das Böse aus den Häusern und den Leuten vertreiben. Diese Feste sind mit dem Gott Dyonisus und dem christlichen Fest Sirni Zagovezni (dem Tag vor Beginn der Fastenzeit) verbunden.
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- Baba Marta (Oma Marta) ist ein typisch bulgarischer Brauch. Er wird am 1.März gefeiert. An diesem Tag werden die sogenannten Martenitsi geschenkt – Schmuckstücke aus verflochtenen weissen und roten Fäden. Die Martenitsi werden an der Kleidung angesteckt oder am Handgelenk oder am Hals getragen, um gesund und glücklich im Leben zu bleiben. Tritt das erste Zeichen des Frühlings in Erscheinung, gemeinhin ein Storch, wandern diese Martenitsa an die Zweige von aufgeblühten Obstbäumen.
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- Lazaruvane ist ein Frühlingsbrauch, verbunden mit dem Erwecken der Natur für neues Leben. Das ist ein Mädchenfest, an dem sich mit Blumen geschmückte Mädchen schaukeln, singen und Geraniumsträusschen wahrsagen.
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- Die Feuertänze (sog. “Nestinarstvo”) sind einer der beeindruckendsten Ritus auf den bulgarischen Territorien. Die Nestinari-Tänzer (Feuertänzer), in Trance geraten, tanzen barfüssig auf Glut unter den Tönen von Tupan (einer Art grosser Trommel) und Gaida (des Dudelsacks), mit der Ikone des Hl. Konstantin in den Händen.
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- Ostern ist eines der grössten Feiertage im Frühling und wird drei Tage lang gefeiert. Am Osterdonnerstag werden Eier gefärbt, wobei das erste Ei immer rot zu färben ist. Dieses erste rote Ei kommt dann vor die Ikone zu Hause. In der Nacht des ersten Ostertages gehen alle zu feierlicher Kirchenmesse. Danach stossen alle mit gefärbten Eiern an, wobei der Glaube herrscht, dass derjenige im Laufe des Jahres gesund sein wird, wessen Ei ganz bleibt.
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- Die sog. “Survakari”, mit einer geschmückten Neujahrsrute aus Kornelkirschbaum in der Hand, wünschen zum neuen Jahr Gesundheit und Ernte, und die Gastgeber finden sich mit Obst, Nüssen, Kringeln u.a. ab.
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Auf den Spuren der Thraker
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Die Grenze THRAKIENS erstreckt sich nach Norden bis zur heutigen Grenze Rumäniens, nach Osten bis zu den Dardanellen und dem Bosporus (Türkei), nach Süden zwischen Thessaloniki und Kawala (Griechenland), nach Westen zu der heutigen Ungarischen- und Makedonischen Grenze. Heute liegt 78 % (110 912 qkm ...
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